PRO HELVETIA: Newsletter
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NEWSLETTER 17.12.2009




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Wer fernab vom weihnachtlichen Konsumrausch in eine liebliche Oase eintauchen will, dem sei ein Besuch im Haus Appenzell in Zürich empfohlen. Dort sind Appenzeller Scherenschnitte made in China zu bewundern. Wie inspirierend der Blick in andere Kulturen auch noch sein kann, zeigt ein neues Austauschprogramm mit Chile und Argentinien, das 2010 startet. Einen ersten Eindruck über die zeitgenössische Musikszene Argentiniens gibt’s im Januar in Basel. Was Sie im neuen Jahr sonst noch erwartet? Schauen Sie rein!


Frohe Festtage wünscht

Pro Helvetia Kommunikation


 

Weichen für die Zukunft gestellt

Nach dreijähriger parlamentarischer Debatte steht das Kulturförderungsgesetz. Es schärft den Auftrag von Pro Helvetia und bringt ihr eine Reihe neuer Aufgaben. Die Stiftung ist neu verantwortlich für innovative Projekte, für Kulturvermittlung und für die Nachwuchsförderung. Weiterhin wird sie Werkbeiträge vergeben können. Die Autonomie der Stiftung bleibt gewährleistet und ist erstmals im Gesetz verankert. Allerdings gibt ihr der Bundesrat künftig mittels Leistungsauftrag strategische Ziele vor. Weitere Informationen: www.prohelvetia.ch



Südafrika: Bilderschau «Dada South?»

Wie beeinflusste der Dadaismus die afrikanische Kunst? Und welches Bild hatten die Dadaisten von Afrika? Dieser Frage spürt «Dada South?» nach. Die Ausstellung zeigt südafrikanische Arbeiten von 1960 bis heute und versammelt erstmals originale Werke namhafter Dada-Künstler in der Kapregion. Seminare, Filmvorführungen und Live-Performances begleiten die Bilderschau, die noch bis zum 28. Februar 2010 in der Iziko South African National Gallery in Kapstadt zu sehen ist. Weitere Informationen unter: www.prohelvetia.org.za und www.iziko.org.za



«forum wallis»: Festival für zeitgenössische Kultur

Vom 16. Januar bis 7. Februar bringt die kleine Konzertreihe des «forum wallis» musikalische Leckerbissen auf die Bühnen rund um Sion, Brig und Visp: Heinz Holligers Klassiker «Alb-Chehr» mit den sCHpillit und das Amar Quartett sind ebenso zu hören wie experimentelle und traditionelle Chor- und Vokalmusik aus dem Kanton und Korea. Dem jungen Publikum offeriert das Festival Elektrosounds, Jazzfreunden den Walliser Klangkünstlers Manuel Mengis. Weitere Informationen unter: www.kleinekonzertreihe.ch



Polen: Old Brewery New Dance Festival

2010 öffnet das Focus Festival, organisiert von der Art Stations Foundation, in Poznan seine Pforten für Schweizer Kreationen. Vom 6. bis 17. Januar gastiert die bekannte Performance-Künstlerin Maria La Ribot in der polnischen Stadt. Weitere helvetische Höhepunkte: Life-Musik-Video-Installation von MINIMETAL, Konzertantes der Schweizer Kultband The Young Gods und ein einwöchiger Workshop für Choreographen aus Osteuropa, geleitet von Maria La Ribot. Details unter: www.starybrowarnowytaniec.pl



Chinesisches Appenzellerland

Acht Scherenschneiderinnen und Scherenschneider aus China reisten letztes Jahr ins Toggenburg und Appenzellerland. Ihre Eindrücke verarbeiteten sie in filigranen wie verblüffenden Scherenschnitten: Ostschweizer Volkskultur – festgehalten in jahrtausendealtem chinesischen Kunsthandwerk. Bis Ende Januar sind sie im Haus Appenzell in der Zürcher Innenstadt zu sehen. Ab März tourt die Ausstellung «The Art of Paper-cutting: East Meets West» dann durchs Reich der Mitte. Details unter: www.hausappenzell.ch



Schweizer Künstlerin mit marokkanischen Wurzeln

Zu den erfolgreichen Vertreterinnen einer neuen europäischen Generation gehört die in Martigny wohnhafte Künstlerin Latifa Echakhch mit französisch-marokkanischen Wurzeln. Vor dem Spiegel ihrer Herkunft beschäftigt sie sich mit kulturellen Identitäten in der globalisierten Gesellschaft. Bis am 13. Februar zeigt das Swiss Institute New York Echakhch in einer Soloausstellung. Wer es nicht nach Übersee schafft, kann ihre Arbeiten bis zum 16. Januar in der Turiner Associazione Barriera anschauen. Details unter: www.swissinstitute.net und www.istitutosvizzero.it



Kulturvermittlung: Muss das Publikum «erzogen» werden?

Läuft einer anspruchsvollen Kunst in Zeiten der Spassgesellschaft das Publikum davon? Müssen Vermittler eingeschaltet werden, die erklären, ja das Publikum gar zur Kunst «erziehen»? Diesen Fragen geht die neuste Ausgabe von Passagen nach: Sie spürt die Pioniere der Kulturvermittlung in Grossbritannien auf, verrät Erfolgsrezepte und belegt, welche Kulturangebote bei den Schweizerinnen und Schweizern gut ankommen. Mehr dazu: www.prohelvetia.ch



Produktionsbeiträge für Tanz und Theater

Die Idee ist da, das Konzept steht, aber Geld für die Umsetzung fehlt? Mit der Vergabe von Produktionsbeiträgen schafft Pro Helvetia Abhilfe. Die Stiftung unterstützt Produktionen von überregional anerkannten Schweizer Compagnien sowie Koproduktionen von freien Schweizer Tanz- und Theatergruppen mit ausländischen Ensembles. Sie sind an einer Förderung interessiert? Dann reichen Sie Ihr Gesuch bis zum 1. Februar 2010 elektronisch ein unter: www.myprohelvetia.ch. Weitere Informationen zu den Kriterien finden Sie hier.

 



Musik für den Tanz

Neues Jahr, neue Chance – die Ausschreibung Musik für den Tanz geht in die nächste Runde. 2010 vergibt die Stiftung wieder drei Kompositionsaufträge für Tanzproduktionen bis maximal CHF 10'000.-. Bewerben können sich Schweizer oder in der Schweiz lebende Komponistinnen und Komponisten aller Sparten, die Originalmusiken für eine von Pro Helvetia unterstützte Tanzcompagnie erarbeiten. Eingabefrist ist der 1. Februar 2010. Details unter: www.prohelvetia.ch



Berlin: Junge Theatertalente gesucht!

Vom 9. bis 23. Mai 2010 wird das «Internationale Forum» am Berliner Theatertreffen junge Theaterleute aus der ganzen Welt anziehen. Pro Helvetia ermöglicht vier Theaterschaffenden die Teilnahme an dieser Weiterbildung. Sie sollten kontinuierlich und professionell in der Schweiz arbeiten, nicht älter als 35 Jahre sein und über gute Deutschkenntnisse verfügen. Die Workshops stehen in diesem Jahr unter dem Motto «Die Welt um acht. Wirklichkeiten vorstellen». Bewerbungsschluss ist der 31. Januar 2010. Zu den Modalitäten: www.prohelvetia.ch



Filmtipp: «Die Frau mit den 5 Elefanten»

Passend zum Übersetzungsschwerpunkt «Moving Words» läuft derzeit die «Die Frau mit den 5 Elefanten» über hiesige Kinoleinwände. Der Film porträtiert Swetlana Geier, eine der bedeutendsten Übersetzerinnen russischer Literatur ins Deutsche. Dank ihr können wir Dostojewskijs fünf umfangreiche Romane, genannt die Elefanten, in ihrer Vielstimmigkeit und Ausdruckstärke lesen. Die Dokumentation ist eine gute Gelegenheit, sich mit den Herausforderungen des Übersetzens vertraut zu machen. Details unter: www.5elefanten.ch



«Argentina!»

200 Jahre unabhängiges Argentinien: Der Gare du Nord in Basel öffnet vom 8. bis 17. Januar ein Fenster für zeitgenössische Musik aus der Tango-Nation und empfängt Mariano Etkin, einen der namhaftesten Komponisten Lateinamerikas. Gleichzeitig reisen zwei Schweizer Komponisten nach La Plata und Rosario. Dieser Komponistenaustausch ist der Beginn des Schwerpunkts Chile-Argentinien, den die Schweizer Kulturstiftung zusammen mit dem Eidgenössischen Departement für Auswärtiges 2010 realisiert. Ausführliches Programm unter: www.garedunord.ch



Besuchen Sie unsere Webseite: www.prohelvetia.ch

Informationen zum Programm «Ménage – Kultur und Politik zu Tisch»: www.prohelvetia.ch/menage


Lesen Sie die aktuelle Ausgabe des Kulturmagazins Passagen: www.prohelvetia.ch/passagen

Pro Helvetia

Schweizer Kulturstiftung
Kommunikation
Hirschengraben 22
8024 Zürich
E-Mail: communication@prohelvetia.ch
www.prohelvetia.ch

Redaktion: Isabel Drews und Elisabeth Hasler

Die Stiftung Pro Helvetia fördert und vermittelt Schweizer Kultur in der Schweiz und rund um die Welt.

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